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briefe an muni

 

 

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Lieber Muni
Ich war in Basel bei dir im Satsang und war auch vorne bei dir auf dem Stuhl (Frage wegen Kindern). Ich möchte dir einfach erzählen, was dann passiert ist.
Wir haben ja ganz lange einander in die Augen geschaut. Was das bewirkte war, dass da plötzlich Nichts mehr war, Leere, mich gab’s nicht mehr, da gab es überhaupt nichts mehr, alles ohne Inhalt. Ich konnte normal denken und agieren, alles war sehr klar. Es war in diesem Moment für mich völlig unspektakulär, da war ja niemand, der das hätte "cool" finden können (so wie ich es jetzt rückblickend finde). Zuhause war da eine Situation, wo ich mich normalerweise aufrege, aber ich habe mich nicht aufgeregt, da gar niemand war, der sich aufregen konnte. Keine Muster, kein Widerstand gegen eine Situation nur Friede mit allem - so einfach. Es gab gar nichts, das mich hätte nerven können, alles war ok.

Ich erinnerte mich immer wieder an das Buch von Pyar Troll "die Reise ins Nichts" ihre Beschreibung von dem Zustand der Leere. Genau so habe ich das erlebt.

Leider hat die Leere nur einen Tag angehalten aber der Friede blieb noch viel länger und ist auch jetzt noch bei mir, wenn auch nicht mehr so wahrnehmbar.

Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du mir diesen Einblick in die Leere ermöglicht hast. Es war eine ganz neue und sehr sehr wertvolle "Erfahrung" für mich.
Vielen lieben Dank Muni S.


Lieber Muni,
ich habe gerade auf Jetzt-TV das neue Satsang Video gesehen.
Vielen Dank dafür! Es war ganz viel Resonanz da. Es gibt nichts befriedigenderes als Freiheit zu sehen, zu erkennen; und es ist soberuhigend, entspannend zu begreifen, dass ich/wir diese Freiheit/Grenzenlosigkeit/Regellosigkeit bin/sind.... Und das verrückte ist, das wurde schon immer gewusst - irgendwie.
Danke, es hat viele Freude gebracht diesem Satsang zu lauschen.
Die Musik am Ende hat mir sehr gefallen! Ich würde mir das gern noch mal anhören. Was war das?
Liebe Grüße von R.

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Hallo Muni und Grace,
ich war Eure Türsteherin auf der Messe und durfte zu Muni nach vorne kommen und durfte tolle Erfahrungen machen. (ich bin die mit dem lila Oberteil) : )

Ich möchte mich nur von ganzem Herzen bedanken! Es war wunderbar und ich werde sicher bei einer anderen Gelegenheit Euch wieder sehen. Vielen lieben Dank!!!!!!!
Liebe grüße V.

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Hallo Muni,
will Dir eine kurze mail schicken. Musste dann gestern früher weg, bzw. es war ja schon später.
Mein Auto stand im Parkhaus. Es war sehr schön gewesen, wie immer. Auch meine nichtgestellten Fragen wurden von Dir beantwortet. Das ist immer wieder so faszinierend. Heilung geschieht, es ist wunderbar.
Ich sehe in allem das Loslassen angesagt ist, obwohl ich natürlich meinen Aufgaben nachkomme und auch gern. Aber vieles regelt das Leben von selbst wenn alles fließen darf. Oft denke ich noch ich müsste das tun, das ist dann auch ok, aber genauso gut kann ich auch loslassen und es geschieht was gerade geschieht.
Hätte Dich gern noch umarmt, tue es hiermit gedanklich. Du bist wunderbar für uns, für mich.
Freue mich immer auf Dienstag, auch auf die liebe Grace. Hab sie sehr gern.
Alles Liebe, bis nächste Woche, K.

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Muni, ich war jetzt das 3. Mal bei Deinen Satsangs und ich bin immer wieder so tief berührt. Die Energie wirkt noch lange nach und es ist zu spüren, dass sich mein Herzzentrum weitet. Ich spüre die Tiefe, da wo keine Regung, absolut gar nichts ist, wie am Grund des Ozeans.
Was ich bis heute noch ganz intensiv wahrnehme, war Dein Augenkontakt für einige Sekunden. Mir kam es vor wie Minuten und sicherlich hast Du gespürt, dass ich von diesem starken, reinen Ausdruck etwas irritiert war. Meine Augen konnten Anfangs nicht standhalten und meine Augenlider gingen auf und ab, ich hatte da keine Chance.
Ich spürte eine ungeheure Kraft, die mir entgegen kam, und mir war ganz anders. Da war was anderes was ich sehen konnte, aber kaum beschreiben kann.
Mein Körper wurde von diesem Lichtstrahl, der aus Deinen Augen drang durchflutet. Ich konnte es eine kurze Weile nicht einschätzen und dadurch wurde ich unruhig,
aber nachdem ich mich diesem Blick hingegeben hatte, spürte ich Deine wahrhaftige Essenz, die mich fast umgehauen hatte. Du hast mir damit ein Geschenk bereitet.
Es ist so viel in mir passiert und ich bin froh, dass wieder Friede in mir eingekehrt ist. Schmerz, Verletzung, Ausgrenzung, alles neutralisiert sich.
Danke Dir von Herzen!
Sende Dir und Annette mein Herzlicht!
A.-B.

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Hallo lieber Muni,
Danke für Deine hilfreichen Antworten. Ich fühle mich heute so gut - ohne irgend einen Impuls von außen - wie schon lange nicht mehr -und bin einfach so dankbar, Gott und Dir, es ist schon eine große Gnade, wenn es einem überhaupt ohne irgend etwas - so gut gehen darf. Dafür bin ich einfach unendlich dankbar!
Alles Liebe E.

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Hallo Muni,
danke, dass für die "letzte Station" noch so viel Energie da war, dass ein so langer Text entstehen konnte.
Du mußt keine Angst haben, nun täglich Post zu bekommen und brauchst mir auch nicht zu antworten, aber ein paar Sachen möchte ich gerne noch los werden. Du hast sehr viel zu tun und mein schlechtes Gewissen meldet sich durchaus, denn ich weiß was mir geschenkt wird.

Du schreibst, ich hätte gut gefühlt das Deine Leidenschaft auch so groß ist, aber für mich ist das Deine Kernaussage, die sich in jedem Satz ausdrückt. Und Du sprichst mir so aus der Seele, ich könnte Dir stundenlang zuhören. Auch die Art Dinge auszudrücken gefällt mir und ich glaube, dass sich da ein großes Wissen hinter verbirgt. Ganz oft kann ich nur zustimmen, z.B. Du sagst, Du tust das was zu tun ist und das ist dann für Dich ok, aber die wahre Leidenschaft liegt bei "IHM". ganz genauso ist es bei mir auch. Oder bei der Frage ob Dich in Lucknow nicht der Lärm und die Abgase gestört haben, was Du verneintest. Das Einzige was für Dich wichtig war, war bei Papaji zu sein. So habe ich das verstanden und das wäre bei mir auch so gewesen. Das ganze natürlich immer unter dem Aspekt, dass Du nichts selber getan hast.

Ich habe und hatte auch viele Lehrer und einschneidende Erlebnisse u. a. bei Gaia und Samarpan. Wenn es Dir recht ist, melde ich mich nächste Woche wieder und werde dann auch Fragen stellen. Allein zu Deiner Aussage, dass Du gerade von Raphael kommst, hätte ich schon ein paar. Ich kann nur sagen "die Geister, die ich rief". Oder "die Geister, die ich rufen mußte". Natürlich kann auch ich dem nicht entkommen, wie "ES" sich durch mich ausdrückt und noch ausdrücken wird, aber liegt nicht darin auch eine große Herausforderung, ein ständiger Lernprozess, sich "IHM" hinzugeben, "IHN" in "SEINER" Erfahrung zu unterstützen, das sie so rein wie möglich erfahren werden kann.

Ich vertraue darauf genau wie Du, dass wenn ich den Mund aufmache genau das gesagt wird was in dem Moment gesagt werden muß, ohne zu wissen warum. Aber nach stundenlanger PC Arbeit darf sich auch ein Hadern einstellen, denn dann ist es ja auch "ER", der hadert. Mit Sonntag, Bonn, sieht es momentan gut aus.
Alles Liebe
B.B.


Lieber Muni,
seit einiger Zeit bin ich in einer Phase mit vollständiger Arbeitsauslastung, was der Grund für die verspätete Rückmeldung ist.

Dein Satsang hat mir nicht nur gut gefallen, sondern war auch eine Bestätigung für mich. Das was ich seit einigen Jahren leben darf, hast du mit deinen Worten beschrieben.

Vor vielen Jahren schon habe ich mich auf das ICH BIN ausgerichtet (Nisargadatta Maharaj). Auch hatte ich lange Zeit das Wort GOTT (von einem Mystiker abgeschaut) wiederholt, denn mit der Frage WER BIN ICH konnte ich geraume Zeit nicht den gewünschten Erfolg haben.

Heute geschieht die Ausrichtung auf das Selbst automatisch. Es ist also nicht mehr das Gefühl da, dass ich an die Ausrichtung denken müsste, mich erinnern müsste. Du hast im Satsang davon gesprochen, dass der "Verlust" eintreten wird, wenn die Ausrichtung nicht (regelmäßig) wiederholt wird. In der ersten Zeit war das auch bei mir so, aber heute scheint es ausgeschlossen zu sein, weil es von selbst geschieht. Z.B. bei Stress, am Abend in der Schlafenszeit oder, kommt automatisch das Wort GOTT oder ICH BIN, was ich an der Oberfläche (oder im Hintergrund) wiederholt. In der Tiefe ist das Sein. Die genannten Worte werden nicht mehr gebraucht, aber wiederholen sich wahrscheinlich wegen der langjährigen Wiederholungsübung.

Gerade kommt mir der Gedanke, dass es vielleicht zu vergleichen ist mit dem Hund von Pawlow dem der Speichelfluss mit dem Glockenklang kam.

Darf ich dich fragen, wie das "Eintauchen" bei dir geschieht? Wie geschieht es, dass bei dir das Nicht-Zwei-Gewahrsein einfach da ist?

Du hast auch von Akzeptanz gesprochen. Wenn aus der tiefsten Tiefe klar ist, dass es kein Ego gibt, dass die Gedanken einfallen und die Taten durch das Werkzeug (Körper) ausgeführt werden, ist nicht einmal Akzeptanz gegeben. Es gibt nur noch die Feststellung, dass es so ist wie es ist, ohne Bewertung in z.B. gut oder schlecht. In dem Zusammenhang würde ich dich gerne fragen, ob diese Sicht bei dir immer da ist. Bei mir würde ich sagen, dass beispielsweise bei Arbeitsüberlastung ein Vergessen entsteht. Natürlich kommt die rechte Sicht schnell wieder zurück, denn die Disharmonie erinnert mich.
Es wäre schon, wenn ich noch einige Satsangs von dir besuchen könnte.
Grüße aus Mönkebude/Ueckermünde nach dem geliebten Hessenland
H.

Hallo Muni,
jetzt lässt es mir doch keine Ruhe, muss noch mal nachfragen, also, das mit der Reinkarnation, da wolltest du doch nicht sagen, dass es gar keine gibt, sondern, dass wir uns im JETZT, nicht mit dieser Energie auseinandersetzen sollten, da es uns in die Verstrickung bringt und aus dem JETZT herausführt. Dass es uns zu sehr ins ICH führt, dass wir ja nicht sind. Denn wenn Buddha nicht mehr inkarnieren muss, weil er volles Bewusstsein ist, dann sprechen wir ja auch wieder von Reinkarnation.
Hab ich das so richtig verstanden? Hast du es so gemeint? Das Nachfragen einfach sein lassen......!
Es war echt ein tiefer Satsang-Samstag und "meine Leute" waren ganz begeistert und das hat mich gefreut, jetzt muss ich mich nicht mehr so anstrengen mit dem erklären, jetzt hast du schon so viel offenbart. Und so fliesst es leichter ein. Es hat sich geöffnet.
Danke für dein SEIN und für das was ich dort lassen durfte.
Mein Herzlicht für Dich A.-K.

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Guten Morgen Muni,
danke für deine klare Antwort. Weißt du es ist nicht so einfach, wenn man sich da so ein Bild aufgebaut hat, von dem man überzeugt war, es auch so weitergegeben hat, dieses einfach zerfallen zu lassen und so anzunehmen. Ich habe auch schon viele Sterbeseminare gemacht "der Tod und das Leben danach", auch da zerfällt dann viel indem Wissen, dass du mir vermittelst. Da bricht wirklich noch mal viel zusammen und es tauchen dabei auch wieder viele Fragen auf.
Ja, hab echt das Gefühl, da bewegt sich jetzt sehr viel in mir durch dich und dass es genau richtig ist, dass es mich zu dir geführt hat und ich für dich organisiere.........ich mach das richtig gerne, ist auch eine Fähigkeit von mir und es kommt aus meinem Herzen. Wenn ich dir in die Augen sehe, so wie beim Satsang, als ich kassierte und du da gesessen bist, da könnte ich Stunden in deine Augen schauen und diese Verschmelzung wahrnehmen, es ist so ein EINS werden, das Erkennen dessen, dass ich das gleiche Wissen in mir trage, dass du uns vermittelst, dass es durch diese Verschmelzung aktiviert wird. Es ist dann das EINE HERZ.
Ja, und das Dienen, das ist echt auch meins, ich gebe, weil ich gerne gebe auch ohne Erwartung, es macht mir Spaß mit den Menschen zu arbeiten, in meiner Heilarbeit und in den Seminaren und freue mich immer wieder, wenn ich sehe wie Wachstum geschieht. Ja, dafür tue ich viel und vergesse da Raum und Zeit.
Diesen Austausch fand ich jetzt richtig gut, und ich bin froh, dass ich gefragt hab.
Dir eine gute Zeit, schick mir einfach mal ein paar Termine, es wird sich der richtige finden.
Alles Liebe Dir und mein Herzlicht A.

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Hallo lieber Muni,
ganz, ganz herzlichen Dank! Ich ahne bzw. habe das tiefe Gefühl, dass Du die Wahrheit sprichst.
Alles Liebe E.

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Lieber Muni,
herzlichen Dank für Deine Antwort!
Du hast mir – wie immer – sehr gute Gedankenansätze gegeben, die ich überprüfe aber mit denen ich seitdem sicher besser zurechtkomme.
Es ist merkwürdig, früher hatte ich so etwas nicht. Das sind regelrechte Zusammenbrüche, die da stattfinden. Aber es beruhigt mich, das ich damit nicht alleine da stehe. Wenn Du schreibst, dass es dazu gehört, tut das gut. Sonst hätte ich angenommen, dass ich langsam aber sicher verrückt werde.
Ich danke Dir für Deine Antwort und Deine Zeit!!
Lieben Gruß a.c.

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Lieber Muni
es war gut wieder bei Euch zu sein!
Hatte mir vorgenommen auf den Stuhl zu gehen; passte aber irgendwie nicht.
Die letzte Zeit war sehr schwer zu ertragen. Dieses Jahr habe ich sehr viel in Frieden und Akzeptanz verbracht. Wunderbare Zeiten.
Aber nachdem ich meine Katze einschläfern musste, für die ich noch einige Wochen alles Mögliche getan hatte, um sie noch ein wenig zu behalten, wurde ich auch noch in der Tierarztpraxis Zeugin von der dramatischen Einschläferung einer relativ jungen Hündin.
Das löste bei mir ein Erdbeben der Stärke 7 aus. Dieses ständige Verlieren meiner und anderer Tiere……….
Alles, wirklich alles mit Thema Tod und Angst kam zum Vorschein.
Ich wollte dann zum letzten Satsang vor den Ferien kommen, bin aber richtig krank geworden. Die ganze Trauersymptomatik war wieder da.
Es war unglaublich was sich alles zeigte. Die ganzen Dinge im Schnelldurchlauf, Angriffe aus dem Blauen, ständig Klein- und Großkrieg am Job.
Es war energetisch so heftig, dass ich noch nicht einmal richtig meditieren konnte; das ganze Körpersystem pulsierte. Keine Stille, keinen Frieden, nur immense Wut… bis an den Punkt wo ich den ganzen Planeten und alles obendrauf generell verabscheut und abgelehnt habe. Erst durch diese starke Ablehnung kam ich langsam wieder in die Balance.
Aber gestern vor dem Satsang, auf der Fahrt bis kurz vor Marburg einen dermaßen inneren Krieg, und dann im Satsang tiefen Frieden.
Ich brauchte gar nicht auf den Stuhl. Jede Frage und jedes Thema in mir wurde angesprochen.
Alles Liebe und Gute
G.

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Lieber Muni,
jetzt bin ich wieder in der Lage eine mail zu schreiben, selbst das war mir zu viel. An einem intensive teilzunehmen hat mir gut gefallen, wenn ich auch so manches mal das Gefühl hatte, der Körper hält es nicht mehr aus. Ihm ging es gar nicht gut und ich war froh, dass ich nicht selber fahren musste.
Auch jetzt, es ist genau wie mit den Augen, sind die Nasennebenhöhlen immer noch nicht frei, trotz Behandlung. Der Gesundheitszustand hat sich schon verbessert, aber es ist so als bliebe ein Rest. Die Augen sind auch mal mehr und mal weniger entzündet. Ich glaube, mein Körper verträgt "Deine" Energie ganz und gar nicht. Es ist aber auch sooo intensiv.

Heute möchte ich Dich noch etwas fragen, weil ich mir nicht mehr sicher bin ob es so ist. Du weißt schon, dass ich Beides, das Erkennen des "nicht freien Willens" und das erste Zurücktreten der Person, bei Dir erlebt habe? Bisher bin ich davon ausgegangen, zumindest als ich es für mich klar hatte, das Du es weißt und in meinen mails wie in einem offenen Buch lesen kannst. Weißt Du es?
Ich muss, da alles so schnell geht, selber erst mal sortieren.
Fährst Du in den Weihnachtsferien wieder zu Raphael?
Herzliche Grüße
B.

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"Vielleicht wird W. einmal ein Buch schreiben :o))" (Zitat Mail Nabala)
Vielleicht :).
Dann macht er das aber höchstwahrscheinlich auf Polnisch und dann wird es auch nur ein Roman sein können.
Doch sollte es so sein, so glaub' ich nicht, dass es bald passieren wird. Er hat Zeit. Und die kann er sich auch ruhig nehmen.
Und in der Hand hat er das sowieso nicht. Es wird kommen, oder nicht.

So wie gestern. Am frühen morgen schlich sich bei mir das Gefühl ein, raus aus den vier Wänden.
Ich wusste noch nicht, wo ich lande. Von Dir kam die Absage, also sollte es nicht sein. Gut. Dann zu Muni - wunderbar.
Morgen wird Muni bei uns in Frankfurt sein und gestern war er in Marburg. Keine 100 km.

Der Satsang in Marburg findet bei Susanne und Helmut statt. Ich kannte sie nicht. Schöne Wohnung. Geräumig, hell und alt. Und auch stilvoll antik möbliert.
Muni saß vor einem prachtvollen Schrank, der jeder Sakristei in einer noch so alten Dom-Pfarrei den richtigen Glanz verleihen könnte. Ein schöner Anblick. Und Muni passt auch in ein solches Ambiente. Frag' nicht, warum - er passt einfach.
Ein paar bekannte Gesichter, ein fast schon familiärer Kreis. Schön.

Die Stille war sehr lang und intensiv. So kam sie mir zumindest vor. Als ich kam, tauchte ich in sie hinein. Fast alle waren bereits vor mir da. Die Stille auch. Ich konnte direkt in sie fallen.
Ich mag es. Ich mag es sehr, wenn Menschen beisammen in der Stille einfach nur da sind. Einfach nur da sein. Das ist alles. Keiner schaut sich um, keiner wartet auf jemand, keiner erwartet etwas Bestimmtes. Sobald du da bist, ist auch alles da. Und auch ohne dich fehlt nichts. Der tiefe Frieden, der von dieser Stille ausgeht, strahlt richtig. Er wird greifbar. Du siehst ihn. Ihn nicht zu spüren, ist schon eine Kunst.

Ich weiß nicht, wie lange die Stille andauerte. Recht lange, vielleicht eine Stunde. Wenn’s wichtig wäre, hätt’ ich einen Blick auf die Uhr geworfen. Ich tat’s nicht. Also unwichtig. Sie war intensiv und doch so weich, dass sie ewig dauern könnte bevor sie angefangen hätte, zu drücken.
Und ich fühlte mich in ihr frei. So frei, dass ich Dinge machte, die nicht gehen. Ich ging in Gedanken zu Dir. Du müsstest gerade Deine Essenz-Session machen. Passt. Ich switchte hin und her. Fühlte mich einfach verbunden und genoss diese Verbundenheit. Natürlich geht so etwas nicht. Erstens nicht normal, zweitens was soll das? Man muss schon recht abgedreht sein, um sich in solche Spinnerei hinein zu begeben. Doch die Stille erlaubte es, und sonst war keiner, der es verbieten würde – mich gab’s nicht mehr. Also erfreute ich mich meiner neu entdeckten Freiheit in vollen Zügen. Und ich weiß auch genau, was ich mir dabei dachte – Nichts, gar nichts. Ich wollte einfach nur bei Euch kurz vorbei schauen und tat es auch. Früher hätt’ ich schon aufgepasst. Und jetzt passt keiner mehr auf. Ich bin frei… Wie kommt’s? Keine Ahnung. Wenn du frei bist, interessiert’s dann noch warum? Nicht wirklich. Wahrscheinlich war es einfach an der Zeit... Wenn ich es eines Tages weiß, sag’ ich’s Dir. Doch es kann sein, dass ich es nie wissen werde. Die Freiheit hat anscheinend ihren Preis. Das Nichtwissen. Das Nicht-Begreifen. Ein stolzer Preis.

Dann erklang schon die Musik. Muni begleitete uns sanft hinaus. Sehr schönes Stück. Instrumental.
„Es gibt die Vermutung…“ – Fing Muni an – „Dass es nur das Eine gibt. Dass alles in diesem Einen verbunden wäre…“. Ich musste innerlich lächeln. Dieses Thema begleitet mich seit Wochen. Ja, es gibt sie. Diese Vermutung. Doch in dieser Stärke, in der sie sich zeigt, hat sie schon lange den Rahmen einer Vermutung gesprengt. Vermutung fühlt sich anders an. Doch Muni spielt Vorsicht vor.

Der Satsang war wortreich. Man spürte, dass Muni zu lange still war. Er wollte viel geben. Wahnsinn, wie ich ihn mag. Seine verkopfte Art. Sein strukturiertes Denken. Die Details von denen er keines auslässt. Könnte man die Wahrheit in Worte fassen, so säßen Munis Worte passgenau immer an der richtigen Stelle. Und in jedem Satz ist er authentisch. In jedem Satz ringt er um die Wahrheit wie es sich nur einem Meister ziemt. Unglaublich wie nah er immer wieder an der Wahrheit vorbei formuliert. Noch näher geht’s kaum. Ein wunderbares Spiel. Und ich darf zuschauen…
W.

(nach oben)